Wir wollen uns auf dieser Seite mit Euch austauschen. Über Trauer. Und wir wollen uns mit Euch auf die Suche machen nach dem was trösten kann, nach den kleinen, schönen, leisen oder auch lauten Dingen die Freude machen im Leben.
Jeder Mensch kennt Verlust. Man verliert einen Menschen, seinen Beruf, einen Traum, ein Haustier … In den letzten Jahren haben viele von uns durch Corona viel verloren. Wenn wir einfach aufstehen und weitergehen, kann es sein, dass wir etwas übersehen. Schmerz, Verlust und Traurigkeit sind Gefühle die oft eine Aufgabe haben. Und sie wollen gesehen und beantwortet werden.
Gemeinsam mit Euch gehen wir hier auf Entdeckungsreise nach Trost mitten in der Trauer und Leben mitten im Schmerz. Dazu posten wir hier regelmäßig Gedanken, Interviews und Ideen wie Du wieder das Schöne im Leben entdecken kannst. Trotzdem! Wir freuen uns auf Dich! Alles Liebe! Martina und Andi Weiss

Wenn du so wie ich dazu neigst, dir Sorgen zu machen und in Ängsten zu versinken, dann sind hier einige Ideen die dir helfen können.

Mache dir bewusst, was du kontrollieren kannst und was außerhalb deiner Kontrolle liegt. Lege gedanklich die Dinge, die du nicht kontrollieren kannst, in eine Box. Da sind sie erstmal aufgeräumt.

Du kannst auch 2 Boxen basteln, z.B. aus alten Taschentuchbehältern. Die eine beschriftest Du mit : Dinge die ich verändern kann und Dinge auf die ich keinen Einfluss habe.

Es ist gut, informiert zu sein. Aber es reicht, ein Mal am Tag Nachrichten zu schauen. Reduziere deine Medienzeit. Die gesparten Minuten kannst du einsetzen für folgende Aktivitäten:

Mache einen kleinen Spaziergang und suche bewusst schöne Ecken und Plätze die Dir gefallen. Wo sprießen die ersten Frühlingsblumen?

Koche ein Lieblingsessen dass Du in Deiner Kindheit gerne gegessen hast oder bereite ein Getränk zu dass Dich an schöne Momente erinnert

Kaufe Dir eine Blume oder einen Strauß und dekoriere eine Ecke in der Wohnung schön.

Suche Dir den kuscheligstenPlatz in der Wohnung, nimm eine Weiche Decke und mache es Dir gemütlich. Denke an alles wofür Du dankbar sein kannst und schreibe es auf oder male ein Bild davon…wenn Du das häufiger machst, entsteht eine richtiger Dankbarkeitsschatz.

Es gibt unangenehme Gefühle die nicht auszuhalten sind. Zumindest fühlt es sich so an. Erst mal.
Eine Übung, die mir bei solchen Gefühlen manchmal hilft:
Ich stelle mir vor, dass ich ein Hotel bin. Die Gefühle sind Gäste, die einzuchecken wollen. Wenn ich sie ignoriere, werden sie andauernd auf die Klingel drücken oder sogar Sturm läuten. Sie werden versuchen, sich irgendwie Zugang zu verschaffen. Wenn ich sie nicht reinlasse, werden sie vielleicht Beschwerde einlegen, es wird dann richtig unangenehm für mich.
Also denke ich mir: Ich kann mir meine Gäste nicht aussuchen, jetzt lasse ich sie erstmal rein und heiße Sie herzlich und warm willkommen. Ich lächle und sehe sie mir genau an: die kalte, bedrohliche schweißnasse Angst, den dunklen, traurigen stechenden Schmerz und die unruhestiftende, heiße Wut.
Und dann nenne ich sie beim Namen. Ich sage nicht: ich bin traurig oder ich bin ängstlich. Sondern ich sage: sie an, da ist sie, die Traurigkeit. Aha, das ist also die Angst.
Denn die Gäste sind ja in meinem Hotel. Aber sie sind nicht das Hotel. Sie sind da, aber sie sind nicht ich. Ich bestehe nicht aus ihnen.
Ich nehme sie wahr, lerne sie kennen, und lasse sie bleiben, solange sie wollen.
Und irgendwann werden sie wieder abreisen, meine Gäste. Das haben Gäste so an sich. Selbst die unangenehmsten Gefühle werden irgendwann wieder verschwinden.
Einige von Ihnen kann ich vielleicht sogar genauer kennen lernen und verstehen, welche Aufgabe sie hatten, warum sie genau jetzt zu mir gekommen sind. Einige werden sich wandeln und den Blick auf angenehmere Gefühle freigeben. Und einige werden vielleicht sogar zu Freunden.

Neulich habe ich ein wunderschönes Kompliment am Ende es eines Beratungsgesprächs bekommen. Da sagte die Frau am Schluss, kurz bevor ich den Telefonhörer auflegte: „Danke, dass ich mich Ihnen zumuten darf!“ Ich begleite die Frau schon seit einigen Jahren. Ihr Lebensweg ist von Dunkelheit gezeichnet und sie trägt viele Verletzungen und Traumata in sich. Immer wieder macht ihr die Vergangenheit zu schaffen und jeder neue Tag ist für sie auch eine einzelne neue Entscheidung in diesem Leben zu bleiben. Ich kann die Geschichte der Frau nicht ändern. Und nein, „geteiltes Leid“ ist für den betroffenen Menschen dann doch nicht „halbes Leid“. Das wäre zu einfach und zu schnell dahingesprochen. In solchen Momenten und bei solchen Lebensgeschichten kann man manchmal in dem Moment nicht mehr als mit Menschen auszuhalten, sich in die Grube zu setzen und mutig dazubleiben. Mehr nicht. Wenn ich Lieder schreibe, dann habe ich oft ein Bild vor Augen: Ich setzte mich zu einem einsamen Menschen auf die Parkbank und höre nur zu. Mehr nicht. Ich glaube, wir haben in diesen verrückten Zeiten oft das Zuhören verloren. Dabei wäre es so heilsam. – Wem willst Du Dich heute zumuten? Und wer darf sich Dir heute zumuten?

“hinfallen .. aufstehen .. weitergehen” .. das ist oft so leicht dahingesagt .. Was hilft Euch beim Aufstehen?

Wahnsinn! Vielen lieben Dank fürs Mitmachen! Dank über 400 Rückmeldungen innerhalb weniger Stunden auf unseren sozialen Kanälen und einem sehr klaren Ergebnis, können wir Euch das Buchcover unseres neuen Impulsbuches präsentieren. Unter https://www.facebook.com/trauersuchttrost werden wir in den nächsten Tagen mit vielen Impulsen, Interviews und Geschichten starten. Also gerne gleich auf FOLGEN klicken Das Buch kann man schon jetzt versandkostenfrei vorbestellen: https://www.andi-weiss.de/produkt/trauer-sucht-trost/

Was für ein schönes Zitat von Erich Kästner. An welchen Schmerz aus Eurer Kindheit könnt Ihr Euch noch erinnern?

In den letzten Tagen kann man endlich wieder die Vögel singen hören .. die ersten warmen Sonnenstrahlen locken die ersten kleinen Blumentriebe unter der Erde hervor … Ich bin versucht die Wintersachen zu verstauen, die Schneeschaufel wegzuräumen und endlich Sommerreifen montieren zu lassen. Trotzdem weiß ich .. wie jedes Jahr wird es nochmal schneien, der Winter wird sich noch einmal oder mehrmals aufbäumen. Und doch wartet schon der Frühling unter der Erde, in den Knospen der Bäume und will endlich raus. Mir fällt es schwer stillzuhalten. Manchmal muss man einfach abwarten …
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